Donnerstag , 3 April 2025
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Seljalandsfoss im tiefsten Winter, Island


Die Bilder des Seljalandsfoss-Wasserfalls im Sommer sind großartig: Die Felsen sind mit Moos überwachsen und das Sonnenlicht zeichnet ein ganz anderes – vor allem viel bunteres – Bild. Die Wintermonate in Island sind entbehrungsreich. Die Tage sind kurz und es scheint als wäre alles nur in Braun-Grau- und Schwarztönen. Das Wetter wechselt schnell – Schneefall, Nebel und Sonne folgen einander in unregelmäßigen Umständen. Trotzdem ist es Wert sich das einmal an zu schauen. Ich war Anfang Jänner hier……..

Ich war in einem 100-Zimmer-Hotel der einzige Gast. Als ich beim Frühstück saß – es war gegen 8:30 – war es draußen immer noch dunkel. Gegen 10 morgens – oder war es doch schon 10:30 – wurde es hell. Der Tag begann. Und der Himmel riß auf – es war knallblauer Himmel und richtig warm. Dann gegen 15:30 wurde es erneut dämmrig und eine knappe halbe Stunde später war es wieder dunkel.

Ich hatte meinen ersten Ausflug an diesem Tag gebucht. Und kam um 16 Uhr im Dunkel wieder an. Zwei Tage später entschied ich mich dazu – ohne Wettervorhersage – einen weiteren Ausflug an die Südküste zu buchen. Wir starteten im Dunkel des Morgens. Doch das Wetter war nicht gut. Statt der Sonne kam der Schneefall und an der Südküste der eisigkalte Wind. Ich mochte es dennoch. Im Bus war es schön warm und der Busfahrer fürchtete sich vor der spiegelglatten, verschneiten Fahrbahn nicht, sondern driftete elegant gegen Süden.

Dann waren wir plötzlich hier vor dem tollen Wasserfall. Es war die letzte Station vor der Rückfahrt. Es war bitterkalt – nicht so sehr wegen der Temperaturen, aber wegen dem Wind und der Knochenfeuchte. Am Abend genoss ich – nach dem obligaten Bad im Thermalwasser – ein Glas spanischen Rotwein und ein warmes Bett…..

Seljalandsfoss

Es ist das einzige Bild geblieben, das irgendwie verwertbar war. Und es ist das einzige, das mich an diesen Wasserfall erinnert.






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